VW-Abgasaffäre

Die VW-Abgasaffäre – eine unendliche Geschichte

Im September 2015 kam die Betrugsaffäre des VW-Konzerns ans Licht und statt einer schnellen Aufklärung wurde der Fall immer ausgedehnter und nebulöser. Es war die Rede von der „VW-Abgasaffäre“ über den „VW-Abgasskandal“ bis hin zu „Dieselgate“, einer Anspielung auf die politisch hochbrisante Watergate-Affäre während der Amtszeit des republikanischen Präsidenten Richard Nixon in den USA. Doch wie immer man die VW-Abgasaffäre letztlich nennen mag, ein Ende scheint nicht in Sicht und der Konzern mitsamt den Verantwortlichen gerät immer mehr unter Druck.

VW-Manager in den USA verhaftet

Auch der Beginn des Jahres 2017 bringt keine sichtlichen Besserungen im Abgasskandal des VW-Konzerns. Ganz im Gegenteil wurde laut diversen Medienberichten ein hochrangiger VW-Manager in den USA verhaftet. Eine Freilassung auf Kaution wurde wegen erhöhter Fluchtgefahr abgelehnt und dem Funktionär droht eine drakonische Strafe, die im Extremfall 169 Jahre Haft bedeuten könnte. In Europa wirken solche Strafen absurd, doch werden sie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten regelmäßig verhängt.

Autokonzern unter dem Damoklesschwert

Mit der Verhaftung nicht genug, wird durch das Auftauchen neuer Dokumente nun auch der Ex-Konzernchef Martin Winterkorn belastet. Abgesehen von der bisherigen und ausstehenden enormen Geldstrafen im In- und Ausland, erzielten kürzlich Privatkläger vielleicht wegweisende Erfolge im der VW-Abgasaffäre. Ein Bochumer Rechtsanwalt hat Forderungen zur Entschädigung des Kunden eines VW-Autohauses in Bezug auf Dieselgate vollständig durchgesetzt. Das wegweisende Urteil könnte viele weitere Klagen von Kunden nach sich ziehen. So bewegt sich ein solider, renommierter DAX-Konzern unter der ständigen Bedrohung des Damoklesschwertes.

Wo geht es hin mit dem VW-Abgasskandal

Wohin genau die Reise in der VW-Abgasaffäre führt ist aufgrund ständiger Wendungen, neuer Ergebnisse und weiteren Ausuferungen kaum abzuschätzen. Allerdings wächst mit jedem weiteren Tag der Dieselgate-Affäre das Risiko, den großen Autokonzern in den Abgrund zu reißen. So bleibt VW-Liebhabern nichts weiter übrig, als die Daumen zu drücken und zu hoffen, dass eine große Ära nicht aufgrund eines fatalen Fehlers endet.

Auf den Absatz in der Schweiz hat die VW-Abgasaffäre jedenfalls noch keinen negativen Einfluss. Lesen Sie hier über die beliebtesten Autos der Schweizer.

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