Lärm-Blitzer

„Lärm-Blitzer“ in der Schweiz – Verkehrsratgeber

Auch wenn Raser im Allgemeinen nicht in den Griff zu kriegen sind, so sorgen die vielen stationären und mobilen Blitzer doch zumindest dafür, dass bestimmte Streckenabschnitte effektiv beruhigt werden. Doch wo der Motorenlärm durch Geschwindigkeitsbegrenzungen eingedämmt werden soll, wird er an anderer Stelle geradezu heraufbeschworen, nämlich bei den sogenannten Auto-Posern, die sich mit Sportauspuff oder manipulierten Abgasanlagen Gehör verschaffen wollen – bei Anwohnern natürlich ungewollt. Um diesem Problem zu begegnen, könnten zu laute Autofahrer in der Schweiz bald zur Kasse gebeten werden.

Kantonsregierung Genf gibt „Lärm-Falle“ in Auftrag
Schon im Januar 2019 gab die Kantonsregierung Genf die Entwicklung eines „Lärm-Blitzers“ in Auftrag, der – vergleichbar eines Radarmessgerätes für überhöhte Geschwindigkeit – zu laute Fahrzeuge erkennen und zur Strafverfolgung fotografieren soll. Grund für diese Entscheidung ist die zunehmende Belastung durch Verkehrslärm, unter dem rund 60% der Genfer Bevölkerung leiden, und der nach der Luftverschmutzung an zweiter Stelle der gesundheitsgefährdenden Umweltbelastungen steht. Die Stadt hat nun bis Juni 2019 Zeit, sich mit der Aufgabenstellung zu befassen.

Lärm-Falle soll in zwei bis vier Jahren einsatzbereit sein
Wie mehrere Verkehrsratgeber berichten, sollen die Lärm-Blitzer in der Schweiz in etwa zwei bis vier Jahren zum Einsatz kommen. Die Geräte sollen dann Fahrzeuge erfassen, die einen festgelegten Grenzwert des Lärmpegels überschreiten und fotografieren. Im Anschluss soll die Polizei die betreffenden Autos aus dem Verkehr ziehen und die Fahrzeugführer entsprechend bestrafen. Auch aus Basel und Zürich kamen im Laufe des Jahres Rufe nach Apparaten, um Lärmsünder zu sanktionieren, wobei das Vorhaben in Zürich bereits kategorisch abgelehnt wurde.

Hochschule in Lausanne entwickelt die Lärm-Falle
Wie das Lärmmessgerät im Detail funktionieren soll, ist indes noch in der Klärung. Um die Entwicklung kümmert sich die L´Ecole Polytechnique Federale de Lausanne (EPFL). Ein Verfahren, mit dem die Geschwindigkeit von Autos anhand von Lärm bestimmt werden kann, gebe es bereits in Deutschland und in Kanada, sodass der Weg zu einem Lärmpegelmessgerät für den Strassenverkehr nicht mehr weit sein kann. Wie sich die Sache insgesamt entwickeln wird, bleibt allerdings abzuwarten, denn darüber dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein.

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